Beratung für Politiker zwecklos

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Eine Beratung für Politiker ist meist sehr schwierig. Diese Erkenntnis hat die Tübinger Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein-Volhard aus eigener Erfahrung als ehemaliges Mitglied im Nationalen Ethikrat gewonnen.

Wie die Biologin bei der 125. Versammlung der Gesellschaft deutscher Naturforscher und Ärzte (GDNÄ) in Tübingen erklärte, gebe es Grenzen, obwohl “alle Probleme wissenschaftlichen Input brauchen”.

“Im Gegensatz zu Wissenschaftlern, die ihre Meinung ändern müssen, wenn neue Erkenntnisse sie dazu zwingen, dürfen Politiker ihre Meinung gar nicht ändern.”

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Die GDNÄ sei zwar Vermittler zwischen Forschung und Öffentlichkeit, sagte Nüsslein-Volhard, die Präsidentin der Organisation ist. Ein Problem könne aber in den rhetorischen Fähigkeiten mancher Wissenschaftler bei der Vermittlung ihrer Ergebnisse liegen: “Politiker sind verbal gut geschult, Forscher sind da oft im Hintertreffen.”

Nüsslein-Volhard wies auch auf die Zweischneidigkeit von Wachstum hin. “Wachstum ist ein ständiges Verändern und eine Anpassung der Dinge an die Gegebenheiten”, sagte die Biologin. Die Folgen des Wachstums seien nicht nur positiv, sondern könnten auch sehr problematisch sein.

Beispiele hierfür seien Verkehrsstaus, hoher Energieverbrauch oder der Anstieg der Weltbevölkerung. Die Wissenschaftlerin lehnt jedoch eine fatalistische Einstellung ab: “Wir sollten so schlau sein, zu versuchen, dass es nicht zum Kollaps kommt.”

Die GDNÄ ist die älteste deutsche wissenschaftliche Vereinigung.

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